Schulden bei der Bank: Was können Verbraucher unternehmen?

Von Schuldnerberatungen.org, letzte Aktualisierung am: 29. September 2022

Schulden bei der Bank – Das Wichtigste in Kürze

Wie entstehen Schulden bei der Bank?

Bankschulden entstehen vor allem durch verschiedenste Kredite. Eine besondere Schuldenfalle ist dabei der Dispokredit, für dessen Nutzung Bankkunden sehr hohe Zinsen zahlen.

Was passiert wenn man diese Schulden nicht zurückzahlen kann?

In diesem Fall kann das Kreditinstitut bestehende Verträge kündigen, wodurch offene Kreditschulden sofort fällig werden. Sie sollten deshalb umgehend mit Ihrer Bank sprechen, wenn Sie Ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.

Wann sind Schulden bei einer Bank verjährt?

In der Regel gilt auch für Bankschulden die reguläre Verjährungsfrist von drei Jahren, sofern keine speziellen Regelungen etwas anderes festlegen. Außerdem können verschiedene Umstände die Verjährungsfrist hemmen und damit quasi verlängern. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Bank bereits eine titulierte Forderung erwirkt hat.

Wenn die Schulden bei der Bank Ihnen über den Kopf wachsen.
Wenn die Schulden bei der Bank Ihnen über den Kopf wachsen.

Bargeldlos in die Schuldenfalle

Viele Menschen nehmen das bargeldlose Bezahlen in Supermärkten, bei Bekleidungsunternehmen oder im Restaurant als besonders komfortable wahr. Denn schließlich bleibt das Abzählen krummer Summen erspart und die Taschen sind ohne das Kleingeld auch leichter. Allerdings führt diese Zahlungsmethode auch dazu, dass immer häufiger der Überblick über die eigenen Finanzen verloren geht und Schulden bei der eigenen Bank entstehen. Denn wer nicht aufpasst, rutscht mitunter schnell in den Dispo.

Doch welche Ursachen oder Umstände führen zu Schulden bei der Bank? Was können Sie bei offenen Forderungen unternehmen? Und wann verjähren Bankschulden laut Gesetz? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Mögliche Gründe für die Bankschuld

Durch verschiedenste Kredite entstehen bei der Bank Schulden.
Durch verschiedenste Kredite entstehen bei der Bank Schulden.

Banken bieten ihren Kunden eine Vielzahl an Krediten an. Dabei kann es sich neben dem klassischen Ratenkredit auch um den in einem Girokonto integrierten Dispokredit oder eine Kreditkarte mit entsprechendem Kreditlimit handeln. Ist es Ihnen aus irgendeinem Grund nicht mehr möglich, die sich daraus ergebenen Forderungen zu begleichen, können die Schulden bei der Bank weitreichende Konsequenzen haben.

Mithilfe eines Ratenkredites lassen sich Autos oder auch elektronische Geräte finanzieren. Gerade in Notsituationen – wenn zum Beispiel die alte Waschmaschine den Geist aufgegeben hat – erfreuen sich diese großer Beliebtheit, kann doch auf das Ansparen verzichtet werden. Problematisch kann dieses Konzept allerdings sein, wenn Sie mit den monatlichen Zinsen in Verzug geraten.

Der Dispokredit ermöglicht es ebenfalls, unerwartete Ausgaben zu überbrücken und dies vor allem besonders einfach. Denn für diese Schulden bei der Bank ist kein gesonderter Vertrag oder ein Termin notwendig. Allerdings hat dies auch seine Schattenseiten. So bekommen viele Betroffene nicht einmal mit, dass Sie in den Dispo rutschen. Zudem ist dieser Kredit aufgrund der hohen Zinsen sehr teuer.

Auch eine Kreditkarte kann dazu führen, dass der Dispo weiter ausgereizt wird. Denn in der Regel erfolgt die Abbuchung, der über die Kreditkarte getätigten Einkäufe, erst zu einem späteren Zeitpunkt. Was nicht selten dazu führt, dass diese im Trubel des Alltags in Vergessenheit geraten.

Wichtig! Stellen Sie fest, dass Sie Probleme haben, die Schulden bei der Bank zu begleichen, sollten Sie sich umgehend an das jeweilige Kreditinstitut wenden. Denn häufig besteht die Möglichkeit, eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Alternativ dazu können Sie bei Schulden bei der Bank ggf. einen Vergleich anbieten.

Verjährung von Bankschulden: Welche Verjährungsfrist definiert das Gesetz?

Bei der Verjährung von Bankschulden gilt es die genauen Umstände zu prüfen.
Bei der Verjährung von Bankschulden gilt es die genauen Umstände zu prüfen.

Sind Sie nicht dazu in der Lage, die Schulden bei der Bank auszugleichen, kann diese verschiedene Maßnahmen einleiten, um dennoch an ihr Geld zu gelangen. Möglich ist zum Beispiel die Kündigung bestehender Verträge. Dies führt dazu, dass die ausstehenden Summen sofort zu begleichen sind. Darüber hinaus kann auch eine Zwangsvollstreckung folgen.

Aus Sorge vor diesen Folgen fragen sich daher viele Betroffene, ob und wann die Verjährung für Schulden bei der Bank eintritt. Grundsätzlich sieht der Gesetzgeber eine Verjährungsfrist für Bankschulden vor, allerdings kann deren Länge unter Umständen variieren.

In der Regel ist gemäß § 195 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) von einer dreijährigen Frist auszugehen, die zum Ende des Kalenderjahres, in dem der Anspruch entstanden ist, beginnt. Dies gilt aber nur solange es noch keinen Schuldtitel gibt.

Anders sieht es hingegen aus, wenn das Kreditinstitut bereits einen Vollstreckungsbescheid oder einen anderen Vollstreckungstitel erwirkt hat. In einem solchen Fall muss die Bank bei bestehenden Schulden eine Verjährung erst nach dreißig Jahren hinnehmen. Dies ergibt sich aus § 197 BGB.

Sind Sie unsicher, ob Ihre Schulden bei der Bank bereits verjährt sind? In diesem Fall sollten Sie sich an einen Anwalt für Schuldrecht wenden. Darüber hinaus kann eine öffentliche Schuldnerberatung beim Weg aus der Schuldenfalle helfen.

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