Gläubigervergleich

Kommt es zu einem Gläubigervergleich, so heißt das, dass der Schuldner zumindest einen Teil seiner Schulden an die Gläubiger zurückzahlt. Vergleich deswegen, weil hierbei verglichen wird, was die Gläubiger fordern und was der Schuldner tatsächlich in der Lage ist, zu zahlen. In den meisten Fällen ist dieser Weg günstiger für die Gläubiger, als die Insolvenz des Schuldners, denn sie gehen nicht komplett leer aus.

Gläubigervergleich als außergerichtliche Lösung

Besonders vorteilhaft am Gläubigervergleich ist die Umgehung eines teuren Gerichtsverfahrens. Denn beide Parteien einigen sich in diesem Fall außergerichtlich auf eine Lösung.

Teilweise oder auf Raten Schulden zurückzahlen

In der Regel gibt es zwei Arten eines erfolgreichen Gläubigervergleichs:

  • Einmal können die Schulden nur zu einem bestimmten für den Schuldner möglichen Prozentsatz beglichen werden.
  • Oder die Rückzahlung erfolgt entgegen vorheriger Bestimmungen und Anforderungen über eine gewisse Zeitspanne.
  • Beide Arten können natürlich auch beliebig kombiniert werden.

Die Grundlage für einen solchen Vergleich stellt immer der sogenannte Schuldenbereinigungsplan dar.

Vorteile des Gläubigervergleichs

  1. freie Verhandelbarkeit der Fristen und Raten für die Rückzahlung
  2. Löschung bestehender Schufa-Einträge ist möglich
  3. Gerichtskosten entfallen
  4. Ihre finanzielle Situation wird nicht wie im Falle einer Privatinsolvenz öffentlich gemacht

Fazit

Besteht tatsächlich die Möglichkeit eines Gläubigervergleichs, so sollte diese in den meisten Fällen auch genutzt werden. Denn dies ist der eleganteste Weg aus der Schuldenfalle. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine gewisse finanzielle Grundlage, um den Gläubigern auch tatsächlich entgegenkommen zu können.

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